Geschichte

...der Filmburg Sonthofen
Als Besitzer und Betreiber der Filmburg Sonthofen möchte ich, Manfred Deidl, an dieser Stelle einen kleinen Überblick über die bewegte Geschichte des Sonthofener Kinos geben.

Wie alles begann...
1917 ließ mein Großvater, Albert Deidl, in seinem Fotoatelier mit Platz für 70 Besucher im benachbarten Gebäude in der Völkstrasse, die ersten Bilder über die Leinwand flimmern. Bereits ein Jahr später wurden die Filmvorführungen aus Platzgründen in den Saal der Sonthofener Hirschbrauerei verlegt.

Der erste Kinobau
1920 erwarb Albert Deidl den damaligen Saal der Kronegaststätte. Hier entstand in Sonthofen der erste Kinobau, der noch vor dem 2. Weltkrieg von den ursprünglich 200 auf 400 Plätze vergrößert wurde. Nach dem Krieg erfolgte dann die Umbenennung des Sonthofener Kinos in Parktheater sowie der weitere Ausbau 1952 auf 600 Sitzplätze unter der Leitung meiner Eltern.

Neubau und Durststrecke
1954 entstand unter Führung meiner Eltern sowie meiner Tante ein neuer Kinobau mit 524 Sitzplätzen auf dem Grundstück neben dem Parktheater - die heutige Filmburg. In den Folgejahren existierten also zwei Kinos in Sonthofen mit insgesamt 1124 Sitzplätzen, die zu den Vorstellungen meist auch gut besucht waren, was aus heutiger Sicht nahezu unvorstellbar erscheint.

Generationswechsel
Im Jahr 1976 ging die Geschäftsführung an mich, Manfred Deidl, über - meine Eltern und meine Tante setzten sich zur Ruhe. Drei Jahre später, also 1979, erfolgte dann die Unterteilung der Filmburg in zwei Kinos, wie sie auch heute noch besteht. In den Jahren des großen Kinosterbens, mitverschuldet durch die zunehmende Verbreitung des Fernsehers, wurde auch Sonthofen nicht verschont. Gegen Ende des Jahres 1969 wurde das Parktheater geschlossen und die Räumlichkeiten an die Firma ALDI vermietet - die Filmburg als das modernere Kino wurde weiterbetrieben.

Erlebniskino - Kinoerlebnis
Um den Sonthofener Kinogängern ein ganz neues Kinoerlebnis mit größtmöglichem Komfort sowie bestmöglicher Bild- und Tontechnik bieten zu können, wurden im Sommer 2000 keine Mühen und Kosten gescheut und erneut beträchtliche Umbaumaßnahmen durchgeführt. Das Ergebnis kann sich unserer Meinung nach wirklich sehen - und auch hören lassen!